Erinnerungen an den 25. Januar 2011

Ganz ehrlich: ich habe wenig Erinnerungen an den 25. Januar 2011. Nicht, weil es schon 5 Jahre her ist, das Leben schon ca. 1826 Tage weitergegangen ist, nicht wegen der Arbeit, Umzügen, 5 Steuererklärungen, unerwarteter Krankheiten, Kindergeburtstagsfeiern, Einschulungen, Schwierigkeiten bei den Hausaufgaben, Unmengen an Papierkram und Millionen anderer Dinge, die in der Zwischenzeit passierten. Am 25. Januar 2011 konnte von einer Revolution noch gar nicht die Rede sein – jedenfalls nicht dort, wo ich mich gerade befand.… Weiterlesen Erinnerungen an den 25. Januar 2011

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Anstelle eines Nachrufs – ein persönlicher Abschied

Es leuchtete ihnen gar nicht ein, dass irgendwo oder irgendwann „Afrikaner“ und „Weiße“ nicht die gleichen Rechte haben oder hatten. Für einen Vortrag über Kernschmelze oder deduktive Statistik hätten sie sicher mehr Einsehen gehabt. Dabei liegt mir das Erklären sozialer Zusammenhänge viel mehr als Mathematik oder Atomphysik. Als Fünfjährige erfasste ich schnell die Begriffe Unterdrückung und Rassenhass in einem Artikel einer Kinderzeitschrift¹… Habe ich etwas falsch gemacht, wenn ich meinen Kindern nicht das Vermächtnis Nelson Mandelas begreiflich machen kann? Vielleicht!… Weiterlesen Anstelle eines Nachrufs – ein persönlicher Abschied

More pictures about growth and growing in the Libyan Desert — noch ein paar Bilder aus der Libyschen Wüste

I took these pictures at the same farm in the Libyan desert where I made the photo of the little dog: https://aljaja.wordpress.com/2012/08/09/weekly-photo-challenge-growth/  Die folgenden Fotos entstanden am gleichen Tag und Ort wie das Foto des kleinen Hundes in der Libyschen Wüste: https://aljaja.wordpress.com/2012/08/09/weekly-photo-challenge-growth/

Faule Fische — irgendwie vielleicht doch eine beinahe-fast-schon Liebeserklärung

Eine Fahrt vom Delta in die Wüste und wieder zurück. Ein Text vom Unterwegs-sein. Der sollte ursprünglich eine Liebeserklärung werden, aber simple Liebeserklärungen krieg ich einfach nicht hin. Entstanden ist mal wieder etwas auf meine verquere andere Art – dafür mit Bildern, Video und Musik. Hintergrundinfos gibt es in den Fußnoten.… Weiterlesen Faule Fische — irgendwie vielleicht doch eine beinahe-fast-schon Liebeserklärung

ausgelöscht

Leider musste ich gestern feststellen, dass in den letzten Tagen ein großer Teil der  Graffiti in Alexandria systematisch entfernt oder mit weißer Farbe überstrichen wurde. Es macht den Eindruck, als soll noch vor den Präsidentschaftswahlen die Erinnerung an das, was Anfang 2011 tatsächlich hier geschah, ausgelöscht werden. Ich hoffe in der nächsten Zeit noch Einiges… Weiterlesen ausgelöscht

waste — kein Frühjahrsputz

Seit mehr als 2 Jahren ist die kommunale Müllabfuhr fast täglich im Einsatz. Aber sobald der letzte Müll von einer Straße beseitigt ist, ist schon wieder neuer da. Da es keine Mülltonnen gibt, landen die meisten Abfälle auf dem Gehweg oder am Straßenrand. Leere Coladosen, Chipstüten, Bonbonpapiere etc. werden unterwegs (ob nun zu Fuss oder mit dem Auto) ohne Umwege auf der Straße entsorgt. Auch aus Fenstern oder von Balkonen wird Müll geworfen. Den Zusammenhang mit den unansehnlichen Straßen und mancherorts unpassierbaren Fusswegen stellen die wenigsten her.… Weiterlesen waste — kein Frühjahrsputz

patriotic graffiti in the city of Alexandria (Egypt)

Most of the Graffiti in Alexandria were made last year (2011), but today they still exist and look mostly the same as some month ago. Many graffiti in Alexandria express a new patriotic pride after the revolution. In Cairo graffiti are changed very often and sometimes destroyed by (political) rival groups.  Perhaps i will post… Weiterlesen patriotic graffiti in the city of Alexandria (Egypt)

„Oh Lord wont you …“ oder Mein Chauffeur meine Lebensversicherung!

Seit ich wieder hier in der ägyptischen Provinz bin, geht mir Janis Choplins „Oh Lord wont you buy me a Mercedes Benz“1 nicht mehr aus dem Kopf. Jedes Mal wenn ich unterwegs bin, legt Janis los und lässt sich nicht mehr abschalten. Auch heute nicht. Wir fahren nach Alexandria, weil mein Mann hin und wieder daran denkt, sich ein eigenes Autos zuzulegen und sich dazu umschauen will.… Weiterlesen „Oh Lord wont you …“ oder Mein Chauffeur meine Lebensversicherung!

Ein Jahr später

Vor einem Jahr saß ich ebenfalls in der Nacht vom 11.02. zu 12.02 vor dem Laptop und versuchte irgendwie das in Worte zu fassen, was eigentlich kaum zu fassen war1. Hier war damals längst zu spüren, woran niemand zu diesem Zeitpunkt des Triumphes denken wollte, was die westlichen Medien nicht ansprachen.

Die Menschen waren auch in Damanhur auf die Straße gegangen, nachdem Mubarak einen Tag nach dem Dementi doch zurückgetreten war. … Weiterlesen Ein Jahr später